************** Gedichte **************

 

 

Auf dieser Seite stehen Gedichte, die uns geschrieben wurden oder oder die mich auf anderen Gedenkseiten oder Büchern besonders berührt haben

 
 

Was wisst ihr von mir

 

Ihr glaubt ich hätte es überwunden,

hätte neuen Lebensmut gefunden.

Was wisst ihr von mir? NICHTS!

Ich lebe nicht ich funktionier.

Mein Schmerz ist so groß.

NICHTS wisst ihr von mir,

NICHTS versteht ihr!

 

Ihr lacht und scherzt und ich lache mit,

denn das erwartet man doch,

aber wenn ich allein bin,

weine ich immer noch.

Mein Schmerz ist so groß.

NICHTS wisst ihr von mir,

NICHTS versteht ihr!

 

Ihr erzählt von euren „kleinen Sorgen“

und ich tu so als hörte ich zu.

Aber während ihr wisst,

dass man all eure Probleme lösen kann,

gehe ich zum Grab meines Kindes

und zünde eine Kerze an.

Mein Schmerz ist so groß.

NICHTS wisst ihr von mir,

NICHTS versteht ihr!

 

Ihr sagt, die Zeit heilt alle Wunden

und irgendwann wird alles wieder gut sein.

Doch ich weiß, meine Wunden heilt keine Zeit.

Ich werde nie mehr wie früher sein.

Mein Schmerz ist so groß.

NICHTS wisst ihr von mir,

NICHTS versteht ihr!

 

Ihr vermeidet den Namen meiner Tochter,

weil ihr denkt, dass mir das Kummer bringt.

Doch sie ist so wie so IMMER in meinen Gedanken.

Nichts ist mir wichtiger,

als die Erinnerung an mein Kind.

Mein Schmerz ist so groß.

NICHTS wisst ihr von mir,

NICHTS versteht ihr!

 

Ihr sagt: „Das Leben geht weiter,

das ist der Lauf der Zeit“.

Ich weiß nur, dass ich leben muss,

obwohl ich es nicht will.

Keiner fragt: „Bist du dazu bereit?“

Mein Schmerz ist so groß.

NICHTS wisst ihr von mir,

NICHTS versteht ihr!

 

DARUM NUR EINE BITTE:

Gebt mir keine Ratschläge, wie ich leben soll,

lasst mich einfach wie ich bin

und wenn ich gehen will, so nehmt es hin.

Mein Schmerz ist so groß.

NICHTS wisst ihr von mir,

NICHTS versteht ihr!

 

                                 Angelika Cammarata

 
 

Nie gekannter Schmerz…

Nie gekannte Angst…

Nie gekannte Trauer…

Nie gekannte Sehnsucht…

 

Nur wer jemals ein geliebtes Kind

unter seinem Herzen getragen hat
und es irgendwann
ungewollt hergeben musste,

weiß was diese Worte bedeuten.

 

 
 

 

Was ist sterben?

Ein Schiff segelt hinaus und ich beobachte
wie es am Horizont verschwindet.
Jemand an meiner Seite sagt: Es ist verschwunden.
Verschwunden wohin?
Verschwunden aus meinem Blickfeld - das ist alles.
Das Schiff ist nach wie vor so groß wie es war
als ich es gesehen habe.
Dass es immer kleiner wird und es dann völlig aus
meinen Augen verschwindet ist in mir,
es hat mit dem Schiff nichts zu tun.
Und gerade in dem Moment, wenn jemand neben
mir sagt, es ist verschwunden, gibt es Andere,
die es kommen sehen, und andere Stimmen,
die freudig Aufschreien: Da kommt es!
Das ist sterben.

Charles Henry Brent
 

 

Es gibt einen SCHMERZ,
er wächst wie ein Baum,
Jahr für Jahr
und hört nimmer auf.

Es gibt eine TRAUER,
schwarz wie die dunkelste Nacht,
die wächst Jahr für Jahr
und hört nimmer auf.

Es gibt eine SEHNSUCHT,
die brennt wie Feuer,
sie brennt Jahr für Jahr
und hört nimmer auf.

Es gibt einen SCHREI,

er durfte nie heraus
und wächst Jahr für Jahr
in die Unendlichkeit.

 

 

Oben am Himmelstor im Schein eines warmen Lichts,
keine Schmerzen, einfach nichts.

Weggeblasen all die Ängste vor dem gehn,
würde euch nur gern mal wiedersehn.

Ich schaue beschützend auf euch hinab,
und halte dabei die Schutzengel auf Trapp.

Hier ist es ruhig, warm und schön,
ihr werdet es sehn, wenn wir uns eines
Tages gegenüber stehn.
 

 

Wenn ein geliebter Mensch
von uns gegangen ist,
so bleibt er doch Bestandteil unsrer Welt-
nicht nur in der Erinnerung.
Wenn wir wollen, können wir ihn spüren,
jetzt und überall:
in jedem Sandkorn,
in jedem Windhauch,
in jedem Sonnenstrahl,
im Duft jeder Blume,
im Rauschen des Regens,
im Funkeln der Stern.
 

 

NICHTS ist mehr wie es war!

 

Wem nie der Tod ein Kind entrissen,
brutal und plötzlich, ohne Sinn.
Wer nie in tränenfeuchten Kissen
sein Leid erstickte und wohin
er sich auch wandte, fern und nah,
sein totes Kind nur immer sah!
Wer nie in unerhörtem Wehe
sein höchstes Glück im Sarg muss sehn,
vor Schmerz sich krümmt in Wahnsinnsnähe,
kann nie der Eltern Schmerz verstehen!

 

 

Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit

eines geliebten Menschen ersetzen kann;

und man soll das auch gar nicht versuchen,

man muss es einfach aushalten und durchhalten;

das klingt zunächst sehr hart,

aber es ist doch zugleich ein großer Trost,

denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,

bleibt man durch sie miteinander verbunden.
(Bonhoeffer)

 

 

Wie wäre ein Winter zu ertragen,
ohne Hoffnung auf den Frühling,
wie ein Abschied auszuhalten,
ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen?
Nur die Hoffnung,
dass es immer wieder hell wird,
lässt uns die langen,
finsteren Nächte durchstehen.
 

 

Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in in unseren Herzen weiterleben wirst.
 

 

Schmerz, du ungebetener Gast,
wie oft holst du mich aus tiefstem Schlaf,
um mir zu zeigen, daß du wieder da bist.
Am Tage verfolgst du mich auf Schritt und Tritt,
machst so manches Vorhaben zunichte.
Rücksichtslos zeigst du mir
stetig meine Grenzen.
Manchmal betäube ich dich,
was du mir später doppelt heimzahlst.
Wenn ich stumm werde,
weil du jede Freude,
jedes Lächeln in mir ersticktst,
wenn ich mich schließlich
in mich verkrieche,
können nur noch meine
stillen Tränen ausdrücken,
was ich fühle.
 

 

Als alles anders wurde! 

Alles ist anders seitdem du nicht mehr da bist.
Zwar steht die Sonne noch am Himmelszelt,
doch leuchtet sie nicht mehr.

Auch der Mond ist dann und wann zu sehen,
aber auch er hat sein Strahlen verloren.

Grau ist unsere Welt geworden,
wie ein trister Nebelschleier an einem Novembermorgen.
Ich will diesen Schleier entfernen,
von meinen Augen ziehen
doch scheinen meine Hände gebunden.

Bewegungslos und starr
so ist unser Leben ohne Dich.

Was würde ich geben,
um dich noch einmal in den Armen zu halten,
den Duft Deiner Haare einzuatmen
und Dir zärtlich über den Rücken zu streicheln.
Einfach nur Auf Wiedersehen sagen,
mit der Hoffnung und dem Glauben,
Dich in der anderen Welt wieder zu finden.

Alles ist anders ohne Dich, nichts mehr wie es war.
Gefühle sind erfroren
und nur die Sehnsucht brennt im Herzen.

Ich kann es mir wünschen,
die Welt verfluchen oder
einfach nur still da sitzen und beten,
doch Du wirst nicht wiederkommen
nicht in diese Welt,
nicht in unserem irdischen Leben.

Alles ist anders ohne Dich, nichts ist mehr wie es war,
und doch es muss weitergehen,
mit Schmerz und Traurigkeit
warten wir auf den Tag
an dem wir endlich den Weg zu Dir antreten dürfen
an dem wir erlöst werden von all dem Leid.
Das Wiedersehen mit dir
ist unsere Belohnung
für den Kampf, den wir fechten müssen,
als alles anders wurde.

 

 

Sei still - kein Wort - ganz leise,
es war ein Engel auf der Reise.
Er fand's so schön, bei Dir zu sein,
warum er ging, weiß er allein.
Er kam von Gott, dort ist er wieder,
kam kurz nur auf die Erde nieder.
Ein Schimmer bleibt von ihm zurück,
in Deinem Herzen ein großes Stück.
Er wird jetzt immer bei Dir sein.
Vergiss ihn nicht, er war so rein.
Geht nun ein Wind an mildem Tag,
so ist's sein sanfter Flügelschlag.
Und wenn du fragst, wo mag er sein -
ein Engel ist niemals allein!
Er kann jetzt nachts die Sonne seh'n
und lächelnd durch die Farben geh'n.
Und still lässt er sich hin und wieder
ganz nah bei Dir zum Träumen nieder.
Und wenn Du ihn auch sehr vermisst und weinst,
weil er nicht bei Dir ist,
wisse, der Himmelsschar, die ihn umgibt,
erzählt er stolz:
"Ich bin geliebt!"
 

 

"Wenn ich von Dir erzähle,
sagen sie:
'So lange ist das schon her?'

Aber diese Zeit hat kein Maß,
sie ist nicht berechenbar.
Diese Zeit ist
wie ein Bild von Dir
immer gleich -
Es kommt nichts mehr dazu
und nichts mehr geht davon weg.

Diese Zeit ist stehen geblieben
wie eine Uhr
deren Batterie leer ist.

Man kann sie nicht ersetzen
nicht austauschen.

Die Zeit DANACH
ist zeitlos."

 

 

Sternleuchten

Oben im Sternenhimmel leuchtest du,
ich mache meine Augen ganz fest zu.

Träume von der schönen Zeit,
als wir waren noch zu zweit.

Mache meine Augen wieder auf,
sehe zu dir zum Himmel hinauf.

Du bist der Stern der für mich leuchtet,
ich weiß was das für mich bedeutet.

Mein Weg wird von dir erhellt,
dass sich niemand gegen mich stellt.

Mein Schatz ich vermisse dich so sehr,
mein Leben ohne dich ist traurig und leer.
(Daniela Getrost)
 

 

Einen Menschen,
in dem dir die Liebe begegnet ist
kannst du nicht verlieren,
auch wenn er sich wieder
von dir trennen muss.
Denn er wird nicht gehen,
ohne etwas von dir mitzunehmen
und etwas unsagbar Schönes
in dir zurückzulassen:
Das stille Wissen,
dass eure Seelen sich nun
so nahe sind wie nie zuvor.

(Irmgard Erath)
 

 

Das, was weh tut


Manchmal ist es ein Blick der weh tut,
weil er auf etwas fällt,
das ich mit dir geteilt habe.
Manchmal ist es ein Moment, der weh tut
weil die Sehnsucht zu groß ist
und weil ich ihn so gern mit dir teilen würde.
Manchmal ist es ein Wort, das weh tut
weil es mich an dich erinnert.
Manchmal tut allein der Gedanke an dich weh,
denn du bist gegangen.
Manchmal tut es weh, dich lachend
auf einem Bild zu sehen,
denn so wirst du mich nie wieder ansehen.
Es ist das, was für viele alltäglich ist
was weh tut...

 

 

Und die Sonne trug Trauer,
vom Himmel fielen Tränen,
der Wind schwieg
und die Tiere verstummten,
denn es war ein Engel,
der in Liebe starb.
-Steffi Schray-
 

 

Stoppt alle Uhren,
stellt die Telefone ab !
Und dass kein Hund noch laut nach einem Knochen schnapp`!

Klaviere, schweigt !
Gedämpfter Trommel Klang
begleite jetzt des Kindes letzten Gang..

Lasst Flieger steigen !
Schreiben sollen die Piloten,
die Botschaft: Sie ist jetzt bei den Toten!

Sorgt, dass um jeden Taubenhals ein Flor der Trauer ist,
Und schwarze Handschuh trage jeder Polizist!
 

 

   

 

  Du hast den wichtigsten Menschen
in deinem Leben verloren.
Und plötzlich steht deine Welt still.
Du bist gefangen in deiner Trauer,
deinem Schmerz, deiner Einsamkeit.
Aber die Welt der anderen dreht sich unaufhaltsam
weiter.
Das wird schon wieder.
Die Zeit heilt Wunden.
Wie lang ist das jetzt her? Ein Jahr?
Dann stell dich nicht mehr so an.
Solche Sprüche hörst du ständig,
weil dich keiner versteht.
Aber du musst trauern,
wenn du willst, dass deine Welt sich wieder dreht.
Nimm dir Zeit dafür,
egal was alle anderen sagen.
Das einzigste was zählt bist du.
Lebe deinen Schmerz!
Verweile in deinen Erinnerungen!
Und lass zu, dass deine Welt
sich Stück für Stück wieder zu drehen anfängt!
Es wird langsam gehen.
Und vielleicht
steht sie zwischendurch immer mal wieder still.
   

 

 

Janet

 DEIN Name bleibt –

mit meinem Herzen für DICH gewählt,

mit meinen Lippen geformt.

 Geflüstert –

als DU ins Leben kamst.

Gerufen –

in vielen Augenblicken DEINEN Lebens,

in allen Klangfarben.

Geschrieen –

nach DIR, über die Grenze, die Tod heißt.

 DEIN Name bleibt –

auch wenn die Verzweiflung zu zerstören droht,

was nicht zerstörbar ist,

auch wenn mein Herz immer wieder fragt:

WARUM?

DEIN Name bleibt –

wenn ich in den Sternenhimmel schaue

und wenn meine Augen den Boden absuchen –

er steht dort geschrieben.
DU warst gestern –

 DU bist heute –

 DU wirst morgen sein in mir.

 Mit meinem Herzen schrieb ich es in den Sand:

 DEIN Name bleibt -

auch wenn die Winde tausend Tänze tanzen

und wilder Wirbel zu zerstören droht,

was nicht in mir zerstörbar ist:

 DEIN Name bleibt -

auch wenn das Silberrad des Lebens wie

ungefragt und selbstverständlich weiterläuft:

 DEIN Name bleibt!

 

   

 

  Erinnerungen - zärtliche, liebevolle, bittersüße.
Niemand kann sie dir nehmen.
Nichts kann die Freude
und das Schöne schmälern, das dein Kind
und du miteinander erlebt habt.

Deine Liebe für dein Kind und
seine Liebe für dich können
durch die Zeit oder die Umstände nicht
verändert werden
Es sind deine Erinnerungen, und du behältst sie.
Gestern ist zu Ende gegangen, aber du
speicherst es in der Schatzkammer
der Vergangenheit.

(aus "Lass deiner Trauer Flügel wachsen" von E. A. Grollman)
   

 

  Du hast uns zu stolzen Eltern gemacht!

Vom Tag an, da wir von Dir gewußt,
schlug schneller das Herz in unserer Brust.
Schon planten wir unser neues Leben;
Dir galt unsre Liebe und unser Streben.

Liebevoll hatten wir alles geplant...
und niemals das bittere Ende erahnt.
Nun spüren wir Sehnsucht und Trauer, für
immer.
Verwaist ist Dein Platz im Kinderzimmer.

In Tausend Scherben liegt unser Glück.
Nur wenige Dinge blieben zurück...
doch zeigen sie allen - es hat Dich gegeben!

Du gehörst nun für immer zu unserem Leben.

Wir spüren, daß Du unser Schutzengel bist
und wissen jetzt, was wirklich wichtig ist...

Nun sehen wir die Dinge mit anderen Augen
und merken auch, was wirkliche Freunde
taugen.

So klein Du auch warst und so kurz unsere
Zeit,
wir lieben Dich in alle Ewigkeit
und schauen zu Dir auf in sternklarer
Nacht...
Du hast uns zu stolzen Eltern gemacht..
   

 

  Sterne

Tausend kleine Sterne erhellen jede Nacht.
Ein Jeder sieht sie gerne in ihrer klaren Pracht.

Fühlen wir uns einsam, verloren auf dieser Welt -
dann sehen wir nach oben, hinauf zum Sternenzelt.

Dort gibt es einen Stern, der was besonders ist.
Denn dort wohnt unser Sternchen, das unvergessen ist.

Sein Licht dringt in die Seele, es erwärmt das Herz,
kündet uns von Hoffnung, lindert unseren Schmerz.

Und leuchtet um so heller, je mehr wir traurig sind,
denn dann will es uns trösten, unser liebes Kind.

Danke kleines Sternchen, wir lieben Dich so sehr.
Sind wir dereinst zusammen, trennt uns dann nichts mehr.
   

 

  ...oft vergessen wir es einfach, weil wir ja alle so große Sorgen haben.

Aber manchmal, ja manchmal da sollte man es einfach tun. Da sollte man seinen Mitmenschen zeigen, dass da jemand ist…der an euch denkt.
Wenn man mal wieder mutlos ist und da ist einer der sagt: Wir schaffen das schon irgendwie auch wenn es oft unerträglich ist.
Wenn man mal wieder ganz unten ist auch wenn Jahre vergehen und da ist jemand der sagt......du wirst noch gebraucht, gib nicht auf.
Wenn man einfach nicht mehr weiter weiß und da ist einer der sagt: Ich halte Dich!
Wenn man sich überfordert fühlt und da ist einer der sagt: Ich helfe Dir!
All diese kleinen Gesten sind Sterne, Sterne die nicht nur am Himmel leuchten, sondern auch in den Herzen der Menschen!
   

 

  Wo Worte fehlen, das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen, das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit, dass Du für immer in unseren Herzen weiterleben wirst.